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Auslaufender Kraftstoff
31 März

Während eine Wendemanövers auf dem Betriebsgelände eines Unternehmens im Industriegebiet touchierte ein LKW eine Begrenzungsmauer. Hierbei wurde ein Dieseltank mit ca. 400 Liter Inhalt im Bodenbereich teilweise aufgerissen und ein Großteil der Kraftstoffmenge freigesetzt.

Von den um 14.58 Uhr alarmierten Einsatzkräften des Löschzuges 1 wurde als erste Maßnahme im betrieblichen Kanalsystem mehrere Kanaldichtblasen gesetzt. Durch diese gesetzten Blasen wurde das Entwässerungssytem vom öffentlichen Kanalnetz getrennt und ein Großteil des Kraftstoffes vor dem Eintritt in dieses zurück gehalten werden. Parallel hierzu wurde ein Umpumpen der restlichen im Tank verbliebenen Flüssigkeitsmenge durchgeführt und die kontaminierte Betriebsfläche mittels Bindemittel abgebunden. Zur Schutz der Kerspetalsperre wurden durch die Feuerwehr im Verlauf des Kerspebaches einige Ölsperren eingebaut. Damit diese Maßnahmen gleichzeitig abgearbeitet werden konnten wurde um 15.40 Uhr der Löschzug 2 nachalarmiert. Neben der Unterstützung der Arbeiten zur Minimierung der Umweltschäden stellte dieser Löschzug den Brandschutz sicher. Ebenfalls nachalarmiert wurde das DRK Kierspe mit einem Krankentransportwagen zur Sicherstellung des Rettungsdienstes.

Aufgrund der Lage des Industriegebietes im Wasserschutzgebiet der Kerspetalsperre wurden die untere Wasserbehörde, Wupperverband sowie die Wuppertaler Stadtwerke als Betreiber der Kerspetalsperre zur Einsatzstelle nachgefordert. Während des Umpumpens des Mineralöles klagte eine Einsatzkraft über gesundheitliche Beschwerden durch die Dämpfe des Diesels. Mit einem Rettungswagen wurde diese Einsatzkraft dem Klinikum in Lüdenscheid zur weiteren Untersuchung und Behandlung zugeführt.
In Absprache mit allen beteiligten Behörden, dem Unternehmen sowie der Feuerwehr wurde ein Fachunternehmen aus Iserlohn zum Abpumpen der angestaunten Flüssigkeiten im Kanal angefordert. Nachdem Abpumpen des Diesel/Wassergemisches wird ebenfalls durch dieses Unternehmen eine Kanalspülung zur Reinigung sowie der Beseitigung einer eventuellen Geruchsbelästigung erfolgen.

Eingesetzte Kräfte und Personal

3 DRK Einsatzkräfte, 2 Beamte Polizei, 1 Mitarbeiter untere Wasserbehörde, je 1 Mitarbeiter Wupperverband und WSW, 41 Einsatzkräfte Feuerwehr
Hilfeleistungslöschfahrzeug 20 (HLF)1 + 2, Löschgruppenfahrzeug 20 (LF) 1 + 2, Gerätewagen Gefahrgut (GWG), KTW DRK

Einsatzleiter Oberbrandmeister Oliver Kaufmann


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