Aktuelle News


Einsatz im Sommer
29 Juli

Informationsreihe: Erste-Hilfe kompakt

Quelle Deutscher Feuerwehrverband (DFV)

Einsatz im Sommer

Empfehlungen des Bundesfeuerwehrarztes – Folge XVIII
Nicht nur Kinder freuen sich über schönes Badewetter, auch Erwachsene genießen gerne den Sommer mit seinen warmen Temperaturen. Allerdings stellen hohe Temperaturen eine enorm große, körperliche Herausforderung und Belastung für die Einsatzkräfte der Feuerwehr und des Rettungsdienstes dar.
Nicht nur die erhöhte Ozonbelastung und direkte Sonneneinstrahlung insbesondere auf
den Kopf sind Ursachen für die größere Belastung. Auch starkes Schwitzen kann zu
einer gefährlichen Dehydratation (Wasserverlust) mit Elektrolytstörungen und Hitzekollaps (Kreislaufdysregulation) kommen. Die Folgen reichen von Kopfschmerzen, Schwindel,
Übelkeit, Erbrechen, bis hin zu Veränderungen des Bewusstseins, Krampfanfällen
und Kreislaufstillstand.
Diese Problematik wird besonders unter Einsatzbedingungen verstärkt. Das
Tragen schwerer Schutzkleidung, die verstärkte körperliche Anstrengung
beispielsweise unter Atemschutz oder auch psychische Druck erhöhen die
Belastungen.

Besonders Einsatzführungskräfte sollten deshalb unbedingt die folgenden neun
Sicherheitsratschläge der Bundesfeuerwehrärzte beachten:

1. Einsatzzeiten und körperlichen Belastungen auf das Notwendigste
beschränken!
2. Halten Sie ausreichend Getränke und Obst im Einsatzfahrzeug vor!
3. Großzügige Flüssigkeitszufuhr vor, während und nach dem Einsatz!
4. Die tägliche Trinkmenge sollte bei gesunden Einsatzkräften mindestens drei
Liter betragen! Diese ist kontinuierlich in kleinen
Portionen aufzunehmen!
5. Nach einem Atemschutzeinsatz sollte die Trinkmenge um weitere eineinhalb
Liter erhöht werden!
6. Schattige und kühle Ruheplätze/Kräftesammelstellen schaffen!
7. Passen Sie die Einsatzschutzbekleidung den Notwendigkeiten an!
8. Frühzeitig an die Anforderung ablösender Kräfte denken!
9. Achten Sie auch auf einen konsequenten UV-Schutz
(Schutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor, Sonnenbrille etc.)!
Nürnberg/Berlin, Juni 2012
Stellv. Bundesfeuerwehrarzt Klaus Friedrich
Der stellvertretende Bundesfeuerwehrarzt Klaus Friedrich ist einer der Vertreter
des Deutschen Feuerwehrverbands in allen medizinischen Fragen. Er ist erfahrener Notfallmediziner und Landesfeuerwehrarzt in Bayern.
Diese Ausgabe sowie alle weiteren Folgen unserer Serie „Erste-Hilfe kompakt“ finden Sie auch auf dem entsprechenden Internetportal auf der Homepage des DFV unter
www.feuerwehrverband.de/erste-hilfe kompakt



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