Aktuelle News


TH Seminar
10 Juni

Kurzinhalt / Zusammenfassung des WEBER-Seminars technische Hilfeleistung /
„Patientengerechte Rettung“

(Frank Gutjahr, FF Vaihingen/Enz, Thorsten Haag, BF Wiesbaden)
Am Vormittag gab es zunächst eine theoretische Einweisung,
dabei ging es vor Allem um

• was ist eigentlich „patientengerechte Rettung“ ?
Bei der patientengerechten bzw. patientenorientierten Rettung geht es darum, den Patienten möglichst ohne weitere Folgeschäden aus einem verunfallten Fahrzeug zu befreien. Hierfür ist u.a. auch eine genaue Absprache mit dem Rettungsdienst erforderlich, um den Patienten zwar so schnell wie möglich einer intensiv- medizinischen Versorgung zuzuführen, aber gleichzeitig eine weitere Verletzung durch die Rettungsarbeiten zu vermeiden.
Die Rettung soll also möglichst schonend verlaufen.
• „The golden Hour of Shock“ – vor allem hier, auf dem Lande, steht nur wenig Zeit zur Verfügung, die wir optimal ausnützen sollten (Optimierung der Einsatzzeit, insbesondere bei „Versorgung und Befreiung)

• Moderne Fahrzeugtechnik – die erste, wichtigste Sicherheitseinrichtung in den Fahrzeugen ist immer noch (neben der heutzutage sehr stabilen Fahrgastzelle) der Sicherheitsgurt, wenn vorhanden – unbedingt anschnallen (ausrüsten besser vor/nach der Fahrt)! Es wurde eine eindrucksvolle Simulation (Video) gezeigt was passiert, wenn ein nicht angeschnallter Gruppenführer bei einem Überschlag durch das Führerhaus fliegt (extreme Gefährdung des Fahrers).
Vor dem trennen von Gurten (im Rahmen der Rettungsmaßnahmen) überlegen, was passiert/passieren könnte (nicht zu früh trennen).
• Keine Angst (aber Respekt / Ausschau) vor Airbags, Zweistufen-Airbags lösen unmittelbar nacheinander aus. Abstand bei nichtausgelösten Airbags, Zerstörung von Gasgeneratoren, starke ruckartige Bewegungen natürl. vermeiden !
• Airbags gibt es heutzutage nahezu überall in Fahrzeugen (bis zu ca. 30 Ex. können verbaut sein !), mittlerweile auch z.B. im Heck eines Fahrzeuges mögl. (AIRBAG-Regel: A bstand halten, I nnenraum erkunden, R ettungskräfte warnen, B atteriemanagement, A bnehmen der Innenverkleidung, G efahren an den Komponenten der Sicherheitseinrichtungen)
• Am Fahrzeug darf „gearbeitet“ werden, Erschütterungen, Lärm usw. sind nicht mehr unbedingt zu vermeiden (situationsbedingt)
• Neue Fahrzeugtechnologien/Zukunft: Beispiel Volvo – Sitzreihen (vorne) werden miteinander verbunden, arbeiten (als Puffer, zus. Sicherheit) zusammen.
• Vorsicht beim Glassägen: Glasstäube setzen sich in der Lunge fest. Sie sind beim röntgen nicht zu erkennen !


• Schlüssel auf Startstellung lassen, nicht entfernen (Zündung nicht ein – Hybridfahrzeuge können sich mit „voller Energie“ in Bewegung setzen
• Batteriemanagement: Batterien sind an unterschiedlichen Stellen verbaut, es gibt oft mehrere Batterien, manche „Funktionen“ funktionieren nur mit Batterien (Fensterheber, Lenkradhöhenverstellung – autom. Lenkradregulierung, Sitzverstellung …)
• Evt. Notblinker anlassen, als Zeichen für intakte Batterie.


Am Nachmittag wurden dann praktische Aufgaben abgearbeitet,
aus drei unterschiedlich positionierten Fahrzeugen (Seiten-, Dachlage sowie nach dem vermeintlichen Unfall auf den Rädern stehend) waren jeweils an den Füßen eingeklommene Fahrer patientengerecht zu befreien …

Dabei waren (neben Absicherung, Brandschutz, ausl. Flüssigkeiten usw.) am Fahrzeug insbesondere zu beachten:
Stabilisierung (Stabfast –Unterseite-, unterkeilen –links und rechts- usw.), Erstöffnung (Arbeits- öffnung), Glasmanagement (sh. vorn), Patientenstabilisierung (z.B. Spinboard, Schlauch; Stiff-Neck), Batteriemanagement, Befreiungs-(Rettungs-)öffnung.


Weitere markante Erkenntnisse / wichtige Hinweise:

• Der Spreizer ist der kleinste „Rettungszylinder“, er ist wirklich vielseitig verwendbar
• Die WEBER-Regler der hydraul. Aggregate haben eine runde- und eine Keilform, die Keilform kennzeichnet die Hauptarbeitsrichtung (falsche Regleranwendung kann verheerend sein):
Spreizer – auf, Schere – zu, Zylinder – auf.
• Die Lenksäulen bestehen heutzutage aus mehreren Kardangelenken, sie können sich beim ziehen usw. ohne Unterstützung so (unkontrolliert) verformen, wie es absolut nicht brauchbar ist (Patientengefährdung, noch schlimmere Quetschungen usw.)
• Der Hauptarbeitsdruck der hydraulischen Aggregate (Schere, Spreizer, Zylinder) baut sich auf und entwickelt sich erst nach 6-8 Sekunden !
• Unterbauen: Das wichtigste Element des Unterbausatzes („LEGO“) ist das Element,
wo die Keile eingeschoben werden können !








Bei der Türöffnung eines auf dem Dach liegenden PKW’s den Spreizer etw. schräg (sh. Bild FIAT, blau) ansetzen (sonst knickt die Tür ungünstig weg), Öffnung Seitentür stehendes Fahrzeug (OPEL, rot) dto. (sonst führt der Spreizereinsatz nicht zu dem gewünschten Ergebnis) !


Fazit (Schlussbesprechung):
• Zunächst: Genaues Erkunden, ist der/sind die Patienten wirklich eingeklommen oder eingeschlossen
• Wo ist der / sind die Patienten eingeklommen !
• Weniger ist oft mehr !



Vielen Dank den Dozenten, dem LZ III (Rönsahl) bzw./sowie dem „Kombüsenteam“ !


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