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Heißausbildung
07 Juni

Heiß- und Realbrandausbildung für angehende Führungskräfte steht in regelmäßigen Zeitabständen auf dem internen Ausbildungsprogramm der Feuerwehr Kierspe. Was sich gerade in Bezug auf die Realbrandausbildung als Paradox anhört, ist aber genau das Gegenteil
Seitdem die Feuerwehren allgemein über umgangssprachlich genannte Brandschutzkleidung verfügt, muss parallel hierzu eine Ausbildung aus den unterschiedlichsten Gründen erfolgen. Der Kürze wegen sind nur die wichtigsten Gründe hier aufgezählt. Die Gefahr eines Flasch Over(Backdraft). Explosionsartiges durchzünden eines Brand-Gasgemisch bei plötzlicher Sauerstoffzufuhr durch das Öffnen einer Wohnungstür durch die Einsatzkräfte bei Zimmer- und Wohnungsbränden.
• Die Gefahr von Verbrennungen der Einsatzkräfte trotz entsprechender Schutzkleidung. Die Einsatzkraft ist für kurze Zeiträume gegen Stichflammen und Temperaturen im dreistelligen Bereich geschützt. Bei längerer Einwirkung von hohen Temperaturen auf die Einsatzkleidung speichert diese die Wärme und gibt sie unerwartet und zeitversetzt an den Körper der Einsatzkraft weiter Es kann zum Wärmestau bzw. zu Verbrennungen kommen.
• Flüssigkeitsverluste aufgrund der schweren körperlichen und thermischen Belastung des Kreislaufes. Flüssigkeitsverluste von bis zu 2 Litern müssen kompensiert werden.
• Erfahrungsgewinnung mit modernen Holstrahlrohren, Wärmebildkamera, mobiler Rauchverschluss usw. und dadurch bedingt Reduzierung der Wasser-und Rauchschäden im Brandobjekt
• Umsetzen der Atemschutz- und Führungsausbildung unter Realbedingungen in Verbindung mit der Schulung des Einsatzverhaltens im Löscheinsatz.
Für diese Ausbildung wird seit einigen Jahren auf die externe Ausbildungsstelle der Firma Heat (www.heat.de) in Düsseldorf besucht. So besuchten nun vor einigen Wochen erneut 12 Führungskräfte die dortige Ausbildungsstätte. Das Ausbildungsprogramm umfasste die Sensibilisierung zu den oben beschriebenen Gefahren und insbesondere auch das Erlernen der damit verbunden besonderen Einsatztaktik zur Führung der Einsatzkräfte.
Der Ausbildungstag begann mit einer theoretischen Ausbildungseinheit und im Anschluss daran wurden die unterschiedlichsten Realbrandausbildungen (Zimmer-, Wohnungs- und Kellerbrand) geübt. Ein Ziel der Ausbildung war die Gefahrensensibilisierung der Führungskräfte, ein zweites das Erreichen der eigenen Leistungsgrenze und damit verbunden die richtige Reaktion hierauf, und als drittes Ziel das Sammeln von eigenen Erfahrungen im richtigen Umgang mit Hohlstrahlrohren, Rauchverschlüssen Lüftern und Wärmebildkamera usw.
Mit reichlich neuen Erkenntnissen und Erfahrungen erreichten die erschöpften Teilnehmer nach knapp 13 Stunden wieder die Gerätehäuser unserer Stadt.
Die Gefahrensensibilisierung und das Erkennen von Belastungsgrenzen bei Material und Mensch soll den Führungskräfte ermöglichen Unfälle bei Realeinsätzen zu vermeiden.
Die gewonnen Erfahrungen im Umgang mit den aufgezählten modernen Gerätschaften sollen dies unterstützen und zum anderen eine Schadensminimierung bewirken.
Es spricht für eine hohe Motivation der Teilnehmer sich solch einem anstrengenden Ausbildungsabschnitt an einem freien Samstag zu unterwerfen. Die dort gemachten Erfahrungen sollen von ihnen in Zukunft als Multiplikatoren in den Übungen der Einheiten weitervermittelt werden, und im Einsatzfall helfen, durch die richtige Einsatztaktik Unfälle zu vermeiden.
Durch diese extreme Ausbildung soll aber auch das Vertrauen in eine moderne Schutzkleidung geschaffen werden, aber immer mit dem Wissen und der gesammelten Erfahrung, dass auch diese ihre Gefahren bei falscher Anwendung birgt.

Bild 1 von links
Die Teilnehmer des diesjährigen Ausbildungsabschnittes

Bild 2
Einsatzkräfte bei Realzimmerbrand im zweiten Obergeschoss der Firma Heat. Ausbilder rechts im Bild beobachtet die Vorgehensweise des Angrifftrupps

Bild 3
Flash Over (Backdraft) glücklicherweise nur im Übungsablauf. Temperaturen kurzfristig bei der Flammbildung bis zu 1200 Grad. Auf diese kurzfristig hohe Wärmebelastung ist die Schutzkleidung geprüft und wirksam. Wichtig und richtig ist die kniende Haltung des Atemschutztruppes. Deutlich erkennt man wie der Flammstoß über die Einsatzkräfte hinweg geht.




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