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Seminar Maschinenunfälle
01 Mai

An einem Seminar mit dem Thema "Maschinenunfälle" nahmen am vergangenen Freitag Dennis Ulrich und Andreas Pfaffenbach vom Löschzug 1 teil. Unfälle mit Maschinen stellen die Feuerwehren immer wieder vor besondere Herausforderungen. Wer aber denkt, dass es sich immer nur um große Industriemaschinen handelt, sieht sich doch schnell getäuscht. Industriemaschinen verfügen heutzutage über einen sehr großen Sicherheitsstandard, sodass der Betrieb oftmals erst möglich ist, wenn Vorrichtungen verschlossen sind und sich keine Personen oder Körperteile mehr im Gefahrenbereich befinden.
Viel größere Gefahren lauern im Haushalt, auf Baustellen oder auch in der Landwirtschaft. Diese Bereiche wurden bei diesem Lehrgang auch intensiv beleuchtet.
Angefangen bei Ringen an Fingern oder auch anderen Körperteilen, Muttern die mit Schlagschraubern versehentlich auf einen Finger geschraubt wurden, oder nur das Hineinstecken von Fingern in scharfe Konservendosen, es gibt kaum etwas, wo die Feuerwehren nicht schon mal zur Hilfe gerufen wurden. Leider passieren auch immer wieder Unfälle auf Baustellen, wo sich Personen mit Nagelpistolen selbst an Gegenständen festnageln oder durch Unachtsamkeit in Metallstangen fallen und sich gefährliche Pfählungsverletzungen zufügen.
Als diese Einsätze führen oftmals dazu, dass die Feuerwehren mit ihrem schweren Gerät hier nicht mehr weiterkommen. Dann ist Improvisation angesagt. Bei dem Seminar wurden den Teilnehmern Möglichkeiten der wirkungsvollen Hilfe aufgezeigt. Das Vorhalten von kleineren Werkzeugen, wie Ringsägen, Drehmel mit kleinen Flexscheiben und kleine Metallsägen sind hier als Beispiele genannt. Dazu müssen auch Materialien vorgehalten werden, um die entsprechenden Körperteile des Patienten schützen zu können.
Nach einem kurzen theoretischen Teil wurden den 8 Teilnehmern die unterschiedlichen Geräte vorgestellt. Danach wurden verschiedene Einsatzszenarien dargestellt, welche dann in Kleingruppen abgearbeitet werden mussten. So galt es Ringe von Fingern zu entfernen oder auch dicke Muttern. Eingeklemmte Hände in einem Handmixer oder einem Fleischwolf waren weitere anspruchsvolle Aufgaben. Aber auch Einklemmungen in größeren Rohren oder einer Förderschnecke und Pfählungen mit Metallstangen mussten abgearbeitet werden.
Am Ende des Seminares waren sich alle Teilnehmer einig, dass dieses Seminar weitere Möglichkeiten der technischen Rettung von verunfallten Personen aufgezeigt hat.

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