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Bereitschaftsübung Hennesee/HSK
20 August

Am Samstag, 20.08.2016 nahmen wir mit drei Kameraden des LZ I sowie dem 24 Jahre alten TLF 16/24 an einer Bereitschaftsübung im „Arnsberger Wald“ teil. Ein Übungs- und Marschbefehl war eingegangen und so mussten wir uns mit dem damaligen Anschaffung aus Katastrophenschutzmitteln geförderten Fahrzeug um 07.00 Uhr in der Feuerwache Hagen Ost / Hohenlimburg einfinden.

Dort wurde die IV. Bereitschaft Hagen/Märkischer Kreis des Regierungsbezirkes Arnsberg zusammengestellt, es sollten die Stärkemeldung sowie Herstellung der Einsatzbereitschaft erfolgen.
Bereits die Anfahrt gestaltete sich schwierig – bei der Abmeldung wurde von der Kreisleitstelle MK darauf hingewiesen, dass die Sauerlandlinie in Fahrtrichtung Dortmund wegen eines Unfalles gesperrt war und so fuhren wir über die L 528 / Breckerfeld an.

Bei der Einsatzlage ging man davon aus, dass durch ein außer Kontrolle geratenes Lagerfeuer große Teile des Waldgebietes im Umfeld des Hennesees bei Meschede in Brand geraten war. Da die Einheiten der Feuerwehr Meschede seit mehreren Tagen im Einsatz gewesen waren, wurde über die Bezirksregierung Verstärkung angefordert.
Ein Abschnitt des Übungsgebietes musste die IV. Bereitschaft in Hagen übernehmen, innerhalb des Abschnittes sollte eine umfangreiche Waldbrandbekämpfung durchgeführt werden. Der Einsatzleitung waren ferner weitere Einheiten aus Siegen, Olpe und dem Hochsauerlandkreis zugeordnet, beteiligte Organisationen waren THW, Deutsches Rotes Kreuz, Johanniter Unfallhilfe und die Feuerwehr.

Übungsbeginn einiger Einheiten war bereits am Vortag, Freitag um 17.00 Uhr, es erfolgten teils Übernachtungen auf dem Gelände des Parkplatzes der Kreisverwaltung Meschede. Dort wurden Wasserentnahmestellen, Wasserauffangbehälter als Pufferspeicher usw. vorbereitet.

Die Weiterfahrt unserer Einheit erfolgte gegen 08.30 Uhr ab Hagen-Hohenlimburg im Rahmen eines sogenannten motorisierten Marsches in geordneter Reihenfolge, also praktisch als Kolonne im geschlossenen Verband mit eingeschaltetem Blaulicht. Hierfür gelten teils besondere Regelungen der StVO, was aufgrund des seltenen, ungewohnten Vorkommnisses wohl vielen Verkehrsteilnehmern nicht mehr aktuell bewusst ist. Es dürfen beispielsweise alle Fahrzeuge einer Kolonne eine Ampelkreuzung auch bei rotem Ampelsignal passieren, sofern das erste Fahrzeug die Ampel bei Grün passiert hat, Kolonnen sollten möglichst nicht unterbrochen werden und sie können ggf. Wege- sowie Sonderrechte in Anspruch nehmen.
Unterwegs sah man immer wieder Verkehrsteilnehmer, die den ungewohnten Anblick unserer Kolonne bestaunten.

Gegen 11.00 Uhr trafen wir in Meschede ein und wurden sodann auf unseren Platz auf der Sammelstelle / Kreishausparkplatz eingewiesen. Es gab Verpflegung, dann folgte eine recht kurze Einsatzbesprechung und endlich, gegen 14.00 Uhr wurde zur erstmaligen geordneten Anfahrt zu unserer Einsatzstelle aufgebrochen.

In zwei Verbänden sollten mehrere Tanklöschfahrzeuge im Pendelverkehr dringend benötigtes Löschwasser zu einer Löschwasserentnahmestelle auf einem Berg im Arnsberger Wald bringen. Anschließend wurden die Fahrzeuge mittels deren Saugleitungen aus Sammelbehältern am Kreishaus an der Henne wieder befüllt. Diese Sammelbehälter wurden unter anderem durch eine Groß- bzw. Hochleistungspumpe des Technischen Hilfswerkes Olpe gespeist.
Die Fahrtstrecke über schmale Gemeindestraßen, teilweise Feldwege, betrug jeweils ca. 10 Km.

Insbesondere die Zusammenarbeit unterschiedlichster Einsatzkräfte und deren Koordination und Kooperation sollte geprobt werden, eine aufwändige und umfangreiche logistische Aufgabe.
So waren an der Übung Einheiten aus der Bereitschaft 1 Hochsauerlandkreis und den Kreisen Olpe und Siegen-Wittgenstein sowie unterstützend also die Bereitschaft 4 Hagen/Märkischer Kreis beteiligt, eingesetzt wurden rund 400 Einsatzkräfte mit über 40 Lösch- und Katastrophenschutzfahrzeugen.

Gegen 15.30 Uhr wurde die Übung beendet und man sammelte sich erneut zur Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft sowie zum Abmarsch auf dem Parkplatz des Kreishauses Meschede.
In geordneter Kolonne ging es sodann zurück nach Hagen-Hohenlimburg,
dort gab es wieder Verpflegung, anschließend erfolgte die weitere Rückfahrt / Rückkehr nach 260 gefahrenen KM gegen 20.00 Uhr.

Quelle Text und Bildmaterial Uli Fülber



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