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Ausbilderschulung Technische Hilfeleistung
05 April

Eine Ausbilderschulung im Bereich technische Hilfeleistung im Hause Weber Rescue in Güglingen absolvierten in der vergangenen Woche die Kameraden André Schaller, Bastian Wieder und Andreas Pfaffenbach vom Löschzug 1 sowie Stefan Pircher vom Löschzug 4. In diesem Lehrgang wird den Teilnehmern von der Erstöffnung bis zur Befreiungsöffnung bei Verkehrsunfällen in einfachen und schwierigen Lagen mit verschiedenen Techniken das Stabilisieren, Schneiden, Spreizen und die Vorgehensweise mit Rettungszylindern vermittelt.

Am ersten Tag fand eine rund dreistündige theoretische Unterweisung in Einsatzstandards bei Verkehrsunfällen im Hause der Weber Rescue statt. Erarbeitet wurden hier Standards bei der Sicherung, Lageerkundung, Erstöffnung und der abschließenden Befreiungsöffnung. Die 12 Teilnehmer des Lehrgangs kamen aus verschiedenen Berufsfeuerwehren und Freiwilligen Feuerwehren im ganzen Lande von Stade bis Ingolstadt.

Nach dem Mittagessen fuhren die Teilnehmer zum Gelände der Feuerwehr Güglingen, wo 6 stark verformte PKW auf den Lehrgang warteten. Der Lehrgang wurde in 2 Gruppen aufgeteilt. An diesem Nachmittag wurde der Einsatz der hydraulischen Rettungsgeräte aller Art bei einem verunfallten Fahrzeug auf den Rädern stehend geübt. So wurden die umfangreiche Möglichkeiten der Stabilisierung mit unterschiedlichen Geräten von einem Hilfeleistungslöschfahrzeug gezeigt und im Anschluss mit der Schaffung einer Erstöffnung begonnen. Hierzu wurde der Einsatz des Glasmanagement mit Patientenschutz angesprochen und eingesetzt. Die Entfernung von den unterschiedlichen Türen und das Herunterdrücken der Sitze in einem Fahrzeug mit Spreizgerät und Rettungszylinder konnte von jedem Teilnehmer ausgiebig geübt werden. Bei jedem Einsatz eines Rettungsgerätes ist darauf zu achten, dass keine Materialen wie Gurtstraffer, Airbagpatronen usw. geschnitten werden. Deshalb ist eine umfangreiche Erkundung und Kennzeichnung von möglichen Schnittfeldern vorher unumgänglich. Die letzte Stunde an diesem Nachmittag galt dann der Befreiungsöffnung zur Befreiung eingeklemmter Personen aus einem PKW. Hierzu wurde das Lenkrad mittels Rettungszylinder vom Patienten weggedrückt, sowie der Vorderwagen abgeklappt.

Am zweiten Tag wurden die Einsatzlagen PKW auf Seite und Dach geübt.
Jedes Einsatzszenario wurde in einer rund zweistündigen Abarbeitung umfangreich besprochen und anschließend mittels unterschiedlichen Einsatzes von Rettungsgeräten abgearbeitet. Ziel war auch hier erst wieder die Stabilisierung des Fahrzeuges, dann die Schaffung und Vergrößerung einer Versorgungsöffnung sowie die abschließende Befreiung der eingeklemmten Personen aus dem Fahrzeug. Jeder Teilnehmer wurde hier an die Grenzen der Belastbarkeit gebracht. Immerhin haben die Rettungsgeräte ein Gewicht von bis zu 25 kg.

Am Nachmittag konnten nach einer Abschlussbesprechung die Teilnehmer aus Kierspe die Heimreise antreten. In Kierspe wird man nun versuchen, die neu erlangten bzw. aufgefrischten Kenntnisse an die Mitglieder der einzelnen Löschzüge weiterzugeben, damit bei den anfallenden Übungen und Einsätzen die Befreiung eingeklemmter Personen zügig und noch zielgerechter verlaufen kann. Ziel einer Patientenbefreiung sollte immer sein, dass ein Patient eine Stunde nach Eintritt des Ereignisses in einem Krankenhaus der Maximalversorgung gebracht worden ist. Aus diesem Grunde bleiben der Feuerwehr zur Befreiung einer Person an der Einsatzstelle maximal 20-30 Minuten Zeit.

Ergänzend zu dieser Schulung der Ausbilder wird es in diesem Jahr noch weitere Lehrgänge für Einsatzkräfte der Feuerwehr Kierspe in Hinblick auf die Befreiung eingeklemmter Personen geben. Diese finden dann als Tagesveranstaltung in Kierspe statt.

Text: Andreas Pfaffenbach Löschzug 1
Bilder: Löschzug 1 und Weber Rescue

Ergänzung zu den Bildern:

Bild 1: Wegdrücken der Rücksitzbank
Bild 2: Herunterdrücken des Fahrersitzes
Bild 3: Anheben des Vorderwagens mit dem Spreizer
Bild 4: Anheben des Daches mit dem Rettungszylinder
Bild 5: Einsatzszenario Fahrzeug auf Dach mit eingeklemmter Person
Bild 6: Einsatzszenario PKW auf Seite, Fahrer eingeklemmt
Bild 7: Fahrzeug auf Dach nach 2 Stunden intensiver Behandlung
Bild 8: Anheben der Lenksäule mittels Spreizer
Bild 9: Öffnen der Fahrertür
Bild 10: Endposition nach Anheben des Vorderwagens
Bild 11: Fahrzeug auf die Räder stellen mit Steckleiter
Bild 12: Sicherung des kopfabwärts liegenden Fahrers mit der Steckleiter
Bild 13: Aufklappen der Bodengruppe mit dem Spreizer
Bild 14: Anheben der Lenksäule bei Einklemmung des Fahrers zwischen Dach und Lenkrad



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