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Aufwachen, bevor es zu spät ist! Rauchmelder können Leben retten!

Wohnungsbrände haben – sowohl im Heimatgebiet als auch in anderen Regionen – in der Vergangenheit immer wieder Opfer gefordert. Jährlich kommen in Deutschland über 600 Personen zu Tode und eine weitere vielfache Anzahl erleiden Rauchvergiftungen oder Brandverletzungen.

Die größte Gefahr für das Leben und die Gesundheit der Bewohner von Wohnhäusern ist nicht primär das Feuer, sondern der Brandrauch, der mehrfach schädigend auf den Menschen einwirkt. Er ist einerseits durch den zu geringen Sauerstoffanteil erstickend, andererseits wirken die in ihm enthaltenen Schadstoffe giftig auf den Organismus.

Das fehlende oder zu späte Erkennen eines Brandes kann somit in kürzester Zeit zum Tode führen. Heim-Rauchmelder sind der einzig wirksame Schutz zum Erkennen von Entstehungsbränden. Besonders nachts, wenn unsere fünf Sinne ruhen, wenn man einen Brand und den Brandrauch nicht wahrnehmen, nicht riechen und nicht sehen kann – aktiviert dieser kleine Wächter in der Wohnung unseren Gehörsinn. Er weckt uns aus dem tiefsten Schlaf und verschafft uns lebenswichtige Sekunden, um die Wohnung zu verlassen, um sich und andere retten zu können.

Rauchmelder sind pflegeleicht. Sie versehen ihren Dienst in der Stille. Unauffällig können sie im Deckenbereich der Wohnung montiert werden. Sie arbeiten rund um die Uhr – 365 Tage im Jahr. Nach zwei bis drei Jahren zeigt der Rauchmelder über einen Piepton an, dass seine Batterie ausgetauscht werden muss, um dann wiederum für die nächsten zwei bis drei Jahre den Schutz vor dem gefährlichen Brandrauch zu gewährleisten.

Während in den Vereinigten Staaten, Großbritannien und Irland sowie in Skandinavien Rauchmelder im Privatbereich seit vielen Jahren verbreitet und sogar größtenteils gesetzlich vorgeschrieben sind, sind sie in Deutschland leider noch immer selten anzutreffen.

Der Kreisfeuerwehrverband Limburg-Weilburg e.V. weist daraufhin, dass Rauchmelder Brandrauch frühzeitig erkennen und dann sofort ein akustisches Warnsignal abgeben. Aufgrund seines spezifischen Signaltons und seiner großen Lautstärke macht dieses kleine Gerät die Anwesenden sofort intensiv auf die Gefahr aufmerksam. Damit ist eine schnelle Reaktion der betroffenen Personen möglich.

Es ist außerdem machbar, mehrere Melder elektrisch zu verbinden, so dass die Warnung über mehrere Wohn- oder Hausbereiche weitergegeben werden kann.

Die Früherkennung von Bränden führt in den meisten Fällen zur Schadenbegrenzung und rettet Leben. Rauchmelder für den privaten Bereich sind inzwischen preisgünstig im Handel zu erwerben und sollten in keinem Haushalt mehr fehlen. Nähere Informationen über den Bezug, die Handhabung und Wirkungsweise können auch die örtlichen Feuerwehren geben.

Warum Rauchmelder?

In der Bundesrepublik Deutschland sterben pro Jahr mehr als 600 Menschen durch Feuer und vor allem durch Rauch. Über 5.000 Menschen werden bei Bränden verletzt, die Sachschäden betragen viele Millionen Euro. Besonders gefährlich ist der bei Wohnungsbränden entstehende Rauch, weil er sich um ein Vielfaches schneller verbreitet als Feuer. Schon in wenigen Sekunden kann die gewohnte Umgebung so stark verrauchen, dass Lebensgefahr besteht.

Trotz gutem baulichem Brandschutz und aller Vorsicht und Aufmerksamkeit, ist letztlich niemand davor geschützt, dass nicht auch in der eigenen Wohnung ein Brand entstehen kann. Ein Defekt an einer elektrischen Leitung oder einem Gerät, eine Unachtsamkeit im Haushalt, eine brennende Zigarette im Bett oder mit Feuer spielende Kinder - so entsteht schnell ein Brand, der häufig nicht sofort bemerkt wird.

Oft schwelen solche Brandherde über Stunden. Sind Möbel oder andere Gegenstände mit hohen Kunststoffanteilen betroffen, entwickelt sich beim Verbrennen besonders giftiger Rauch. Wer im Schlaf überrascht wird, kann durch die Rauchgase Kohlenmonoxid, Chlor- oder Blausäuregas das Bewusstsein verlieren. Im schlimmsten Fall erstickt man, ohne auch nur einen Hustenreiz zu verspüren. Rauchmelder können in solchen Situationen Leben retten. Durch einen lauten Warnton werden Menschen selbst aus tiefem Schlaf geweckt. So verschaffen Rauchmelder die nötige Zeit, um zu fliehen und die Feuerwehr zu rufen oder möglicherweise den Brand selbst zu bekämpfen.

Wie funktionieren Rauchmelder?

Die Geräte der meisten Hersteller arbeiten nach dem Streulichtprinzip. Bei Rauch in einer bestimmten Konzentration wird ein Lichtstrahl im Gerät auf eine Fotozelle gelenkt und löst den akustischen Alarm aus.

Worauf ist beim Kauf zu achten?

Batteriebetriebene Rauchmelder sind nicht teuer. Sie erhalten sie in Elektrofachgeschäften, Baumärkten und den Technikabteilungen von Kaufhäusern. Einen batteriebetriebenen Rauchmelder von guter Qualität kann man schon für deutlich unter 30 Euro kaufen. Achten Sie auf das VdS Prüfzeichen der VdS Schadenverhütung GmbH, Köln.

Was ist bei der Ausstattung zu beachten?

Das Gerät sollte auf optischer Basis funktionieren, batteriebetriebene Geräte sollten schwache Batterien anzeigen (durchschnittliche Lebensdauer der Batterie ca. ein bis drei Jahre), das Gerät sollte ein CE-Zeichen aufweisen und geprüft sein (GS-Zeichen) oder einer internationalen Norm (BS 5446 Part 1 - Britischer Standard bzw. PrEN ISO 12239 (1995) oder ISO/DIS 12239) entsprechen, die Geräte sollten über einen Testknopf verfügen, die Geräte sollten die Möglichkeit einer Vernetzung bieten, Markenhersteller gewähren mehrjährige Garantien.

Gibt es Rauchmelder für Gehörlose?

Dieses System kombiniert eine Zentrale mit einem eingebauten Blitzlicht, einem oder mehreren Rauchmeldern und einem Vibrationsgeber, der beim Schlafen unter das Kopfkissen gelegt wird.

Wo werden Rauchmelder installiert?

In Privathaushalten gehören Rauchmelder unter die Zimmerdecke und am besten in die Raummitte. Vorzugsweise sind sie vor den Schlafräumen zu installieren und in den Schlafzimmern selbst - vor allem wenn Sie elektrische Geräte wie Heizdecken, Fernsehapparate o. ä. benutzen. Auch die Kinderzimmer sollten Sie durch ein zusätzliches Gerät schützen. In Häusern mit mehreren Stockwerken sollten die Rauchmelder im Flur auf den Etagen montiert werden. Wichtig ist auch ein Rauchmelder im Keller. In Küche und Bad sollten Sie auf eine Installation verzichten, weil dort durch Koch- und Wasserdämpfe Falschalarm ausgelöst werden könnte. Auch besonders staubige Räume eignen sich nicht für eine Installation. In größeren Häusern ist es sinnvoll, die Rauchmelder miteinander zu vernetzen, so dass ein Kellerbrand auch von den in der Wohnung installierten Geräten gemeldet wird.